Interview mit Ann-Cathrin von Flying Fawn

Ich hatte ein wunderbares und gemütliches Interview mit der lieben, netten Ann-Cathrin von Flying Fawn. Ihr kleiner Laden ist mega schön und ich könnte Stunden in ihm verbringen – man vergisst sehr schnell die Zeit. Wer Flying Fawn noch nicht kennt sollte also bald mal der Brüsseler Straße in Köln einen Besuch abstatten und die lieben Ann-Cathrin besuchen. Man findet dort wunderbare Geschenke für die Familie und auch für sich selbst. Er ist liebevoll und mit viel Herz eingerichtet und das strahlt auch seine Inhaberin aus. Also los!!! Auf in den Laden. Aber vorher das Interview lesen!

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Wie geht es dir denn heute?
Gut.

Erzähl uns doch erstmal wer du bist und was du so machst und gemacht hast?
Ich bin Ann-Cathrin und mich nennen viele nur AnnCa. Und was habe ich so gemacht? Nachdem Abi habe ich eine Ausbildung im Kommunikationsdesign angefangen. Ich war in der Zeit auch in Werbeagenturen unterwegs, was man in der Ausbildung so macht und bin dann ins Studium. Neben dem Studium war ich dann in größeren und kleineren Agenturen als freie Projektleiterin unterwegs – so Querbeet. Diese habe ich dann betreut und habe dort aber auch gearbeitet. Und irgendwann wuchs dann dieser Wunsch etwas eigenes zu machen und der wuchs auch immer mehr durch den Blog, da ich dort auch viel über Papier und was man damit kann geschrieben. Dann kam auch bald der erste Hochzeits-Auftrag. Ich durfte die Hochzeit dekorieren und dann wuchs das alles zusammen. Mein Freund und ich  haben dann per Zufall diesen Laden hier gefunden und uns gesagt „Wenn nicht jetzt, wann dann!“ und dann sind wir hier mit dem Label eingezogen. Der Laden gehört nämlich nicht mir alleine, sondern meinem Freund und mir zusammen. Mein Freund darf daher auch ein bisschen mitentscheiden! 😀

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Und wie kamt ihr/du auf den Namen „Flying Fawn“?
Damals war ich mit meinem Freund noch nicht zusammen und der Name entstand schon  bevor ich mit meinem Freund zusammen gekommen bin. Ich brauchte damals einen Namen für den Blog und war noch Auszubildende in der Agentur. Mit Freunden habe ich an eines Abends zu viel Wein getrunken und Schokolade gegessen und dann meinte einer „Komm wir überlegen uns jetzt was“. Daraufhin habe ich dann alles was ich süß und cool fand in den Raum geworfen und dann haben wir gemeinsam alles aufgeschrieben und miteinander verbunden. Dann kam irgendwann dieser Name und alle fanden den ganz toll. Ich fand den Namen aber am Anfang ganz furchtbar, da ich dachte „Den kann keiner aussprechen“ und „Fawn“ klingt wie „Phone“. Viele verstehen auch heute noch „Fliegendes Telefon“ aber irgendwie freundet man sich im Laufe der Zeit damit an und jetzt finde ich ihn super schön.

Und wie kam die Idee zum Logo?
Das hat damals mal in Türkis angefangen mit so kleinen Fliegenpilzen und mit dem Bambi, so ganz kitschig. Und so wie es heute aussieht sieht es aus seitdem wir den Laden haben.

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Also generell was reduzierter?

Ja und professioneller.

Was hat sich jetzt durch die Eröffnung des Ladens geändert?
Mein Alltag ist viel chaotischer geworden. Früher war es ein geregelter Tagesablauf – du wusstest was dich so erwartet – und heute ist es überhaupt nicht mehr vorhersehbar. Man muss damit auf jeden fall klarkommen, dass man zum Beispiel zwei bis drei Tage das totale Minus auf dem Konto ist und dann geht’s wieder hoch – so Höhen und Tiefen hatte ich bisher noch nie in meiner ganzen Freelancer-Zeit. Dort hatte ich immer geregelte Projekte und man wusste wann das Geld kommt und jetzt muss man so richtig auf eigenen Füßen stehen lernen und es ist sehr chaotisch. Auf der anderen Seite ist die neugewonnene Freiheit total schön und man steht morgens gerne auf und geht zur Arbeit. Und das ist das was ich für mich gewonnen habe, denn wenn ich morgens aufstehe denke ich „Yay, ich darf arbeiten gehen“ und nicht so „Muss ich jetzt wirklich?“. Es macht einfach Spaß und man kann eigene Sachen verwirklichen, das ist das was es letzten Endes ausmacht.

Team

Verkaufst du denn auch Eigen-Produktionen oder kaufst du nur Dinge auf?
Momentan kaufen wir nur auf. Wir wollten einen guten Start schaffen und eine monetäre Basis aufbauen. Aber zu Weihnachten kommen jetzt im Design von uns gestaltete Weihnachtskarten raus, so wie ein Kalender von 2015 und wir wollen das jetzt mal austesten. Im nächsten Jahr sollen dann auch Notizbücher, Geschenkpapiere, so kleine Deko-Accessoires aus Papier und Holz gestaltet und verkauft werden – wir fangen damit jetzt klein mit Papier an, da es auch gut zu händeln ist und werden hoffentlich schnell groß. (lacht)

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Wer oder was inspiriert dich?
Keine Ahnung, wenn ich ehrlich bin. Das mit der Inspiration ist schwer zu beantworten. Wenn ich auf dem Messen unterwegs bin und anfange zu quietschen, weiß ich, dass es mir gefällt und ich es unbedingt in den Laden stellen muss. Und bei den eigenen Sachen: Jeder kennt Pinterest und man ist da viel unterwegs. Ich bin irgendwann total auf diesen Handmade-Stil hängen geblieben und je handgemachter es aussieht, desto schöner finde ich es auch. Zum Beispiel die ganzen Karten die raus kommen sind auch noch mit der Hand gezeichnet und werden auch auf Kartonpapier gedruckt. Und was das Label so ausmacht – wir sind immer auf der Suche nach neuen Sachen, aber wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Also wir gucken immer was es so gibt und was die Leute mögen könnten. Und wenn es mir gefällt, dann weiß ich auch, dass es anderen Leuten gefällt und kann es dann auch gut präsentieren, verkaufen und begeistern.

Was hast du immer dabei? Was darf niemals zu Hause liegen bleiben – abgesehen von Handy, Portemonnaie und Schlüssel?
Ein Notizheft und einen Stift. Ich zeichne sehr viel und schreibe viel auf, denn ich kann mir nichts merken. Ich hab auch immer 40.000 Kugelschreiber in der Handtasche.
Labello – ich bin süchtig.
Und ich hab immer etwas zum Spielen dabei, zum Beispiel ein Jojo oder ein Kreisel.

Wir berichten ja auch wenig über Mode – Wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben? Was trägst du gerne?
Schwarz (lacht) Ich bin sehr gemütlich – am liebsten trage ich Leggings und ein Oversize-Shirt oder lange Bluse und einen langen Cardigan darüber. Es muss einfach bequem sein und in meinen Alltag passen. Es kann nämlich sein das mich plötzlich eine Kundin anruft und sagt „Komm mal vorbei“ und dann kannst du da nicht im Gammel-Klamotten erscheinen. Und da passt Schwarz, aber auch beige, grau und weiß immer. Und dazu dann meistens noch eine nette Kette. Ich hab aber auch Hosen 😀

Wie würdest du dich oder deine Freunde mit drei Worten beschreiben?
Eine gute Freundin von mir hat mich auch mal beschreiben müssen und sie hat gesagt – und das fand ich ganz passend – kreativ, sehr vor laut und ich hab kein Blatt vorm Mund und das bin ich auch. Ich bin jetzt aber nicht frotzig, sondern ganz nett und versuche meinen Standpunkt zu erklären. Ich versuche auch Menschen für das zu begeistern, was auch mich begeistert. Viele mögen das an mir, manche aber auch nicht. Kreativ – sieh dich um.

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Du kennst bestimmt das „Entweder Oder“ Spiel? Ja
Chiller oder Stresser? Stresser.
Leger oder Schick? Leger.
Do It Yourself oder Handwerker rufen? DIY.
Pommes oder Salat? Pommes 😀
Sport oder doch lieber die Couch? Couch 🙂
Digital oder Analog? Eigentlich digital, aber momentan mache ich viel im analogen Bereich.
Online oder Offline? Online.
Laut oder Leise? Laut.
Organisiert oder das pure Chaos? Ich glaube das pure Chaos.
Sommer oder Winter? Sommer.
Peter Pan Prinzip! Für immer ein Kind bleiben oder doch irgendwann erwachsen werden? Eigentlich beides. Denn für immer Kind bleiben heißt ja nicht nicht erwachsen werden. Du kannst ja Kind bleiben und trotzdem reife Entscheidungen treffen, so wie ein Ziel und einen Plan im Leben haben.

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Hast du noch weitere Tipps und Tricks die du weiter geben kannst?
Macht es nicht 😀
Ein Tipp ist der, dass man damit klar kommen muss, dass man eine zeitlang gar kein Geld mehr hat und das man durch ganz tiefe Täler wandern muss. Man muss da jemanden haben der einen auch wirklich stützt, also bloß nicht alleine sowas machen – man braucht immer noch ein festes Standbein. Noch ein wichtiger Tipp wäre die Leidenschaft, also man soll das nicht einfach aus einer Laune heraus machen. Ich habe viele viele Jahre überlegt. Ein weiterer Tipp: Man sollte jemanden bei der Stadt Köln kennen (lacht) und man sollte in ein Umfeld in dem man den Laden gut integrieren kann und wo man auch schon ein paar Läden kennt wählen, denn sonst kann es böses Blut und viele Lästereien geben.

Dann bedanke ich mich bei dir, liebe Ann-Cathrin, aber eine Frage noch zum Schluss!

So schlimm war es nicht oder?
Nee, hat nicht weh getan.

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Liebe Ann-Cathrin ich freue mich auf alle neuen von dir angestrebten Projekte, die hier natürlich noch nicht verraten werden! Aber folgt ihr auf ihrem Blog und auf ihrer Facebook Seite und ihr werdet bald mehr erfahren.

Vielleicht kommen euch einige Personen auch bekannt vor 😉 aber psst.

Flying Fawn
Brüsseler Straße 23
50674 Köln

Und hier noch ein paar Impressionen die ich mit meiner Kamera auffangen konnte 🙂
(alle oberen Fotos stammen von Ann-Cathrin und ihrem Team) Das letzte Bild zeigt wunderschöne Hundehalsbänder! Also bis zum Ende scrollen. Dog Ahoi! Von der lieben Verena.

– May

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